Ist eine Spirale ein besserer Rohrreiniger als Chemie oder Pümpel?

Zu den kleinen Missgeschicken des Alltags, mit denen wahrscheinlich schon jeder einmal zu kämpfen hatte, gehören verstopfte Abflussrohre in Bad oder Küche.

Welche Methoden für die Rohrreinigung haben sich im Haushalt bewährt? Zur Beseitigung von Verstopfungen kommen in Betracht:

  • mechanische Verfahren wie Metallspiralen
  • Druckluft oder Sog
  • Chemische Mittel wie Abflussreiniger

Mit einfachen Mitteln können Sie eine Verstopfung also selbst beseitigen. Nicht wenige rufen trotzdem einen professionellen Rohrreinigungsdienst oder Installateur zu Hilfe. Das muss nicht sein. Denn die Rohrverstopfung entsteht meist nicht über Nacht, sondern entwickelt sich schleichend.

Rohrspiralen

Die Rohrspiralen sind besonders effektiv. Dabei handelt es sich um eine biegsame Welle mit einem Bohrer oder Fräskopf an der Spitze. Am anderen Ende befindet sich eine Handkurbel zum Drehen.

Die Metallspirale ist elastisch und folgt den Windungen des Rohrs, bis sie auf die Verstopfung trifft. Durch das Drehen der Kurbel wird der Kopf der Spirale in Rotation gesetzt und beseitigt die Verstopfung.

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Rohrspiralen sind etwa 2 bis 10 Meter lang und können bei Bedarf verlängert werden. Sie eignen sich besonders gut, um Verstopfungen an schwer zugänglichen Stellen (Einbaubadewanne ohne Zugang zum Abfluss) zu beseitigen.

Gerade bei häufig verstopften Rohren kann sich eine Reinigungsspirale mit Bohrmaschinenanschluss lohnen, die Sie auch mit einem Akkuschrauber betreiben können.

Druckluft

Druckluft-Reinigungsgeräte bestehen aus einer Pumpe, die Pressluft erzeugt. Über einen Adapter wird sie auf das verstopfte Abflussrohr aufgesetzt.

Die Pumpe erzeugt Druck, der schlagartig freigegeben wird. Diese Druckwelle bewegt sich im Rohr vorwärts, bis sie auf die Verstopfung trifft und diese beseitigt.

Druckluft-Reinigungsgeräte können praktisch überall eingesetzt werden.

Welche Hausmittel gibt es?

Die gute alte Gummi-Glocke oder Gummi-Stampfer sollte in keinem Haushalt fehlen. Ihre Anwendung ist denkbar einfach.

Sie füllen den Behälter mit dem verstopften Abfluss mit etwas Wasser und platzieren die Saugglocke über den Abfluss. Mit pumpenden Bewegungen erzeugen Sie einen Sog, der die Verstopfung löst.

Befindet sich die Verstopfung in einem gut zugänglichen Siphon unter einem Waschbecken oder Spülbecken, können Sie meist mit einfachen Werkzeugen den Siphon demontieren und manuell säubern.

Um die Hausmittel gegen verstopfte Rohre ranken sich viele Mythen. Hier lesen sie, ob Hausmittel wirklich helfen:

Chemische Mittel wie Abflussreiniger

Obwohl chemische Mittel zur Beseitigung von Verstopfungen nur eingeschränkt wirken, werden sie am häufigsten eingesetzt.

Chemische Abflussreiniger helfen am besten, wenn es sich bei der Verstopfung um organische Stoffe, wie beispielsweise Fettreste, handelt. Diese werden durch chemische Reaktionen aufgelöst oder zumindest gelockert und dadurch die Verstopfung beseitigt.

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Bei anderen Arten der Verstopfung helfen die chemischen Mittel jedoch nur wenig. Dagegen verursachen sie eher Schäden an Gesundheit und Umwelt.

Worauf sollten Sie achten?

Warten Sie bei einer Verstopfung niemals zu lange bis zu ihrer Beseitigung. Je länger ein Rohr verstopft ist, um so mehr verfestigt sich die Blockade.

Greifen Sie nur in Ausnahmefällen zu chemischen Abflussreinigern. Falls Sie keine Rohrspirale oder Druckluft-Reinigungsgerät haben, versuchen Sie, sich so ein Gerät von Nachbarn oder Freunden zu leihen. Oder Sie probieren den Trick mit der 1,5 l PET-Flasche.

Falls Sie die Verstopfung mit einfachen Mitteln nicht beseitigen können, wenden Sie sich an den Hauseigentümer.

Unter Umständen ist es besser eine Rohrreinigungsfirma zu beauftragen anstatt Beschädigungen der Rohrleitungen zu riskieren. Das hängt von Ihrem handwerklichen Geschick ab.